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| Blechlaterne mit Kerze, 18. Jh.
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Licht spielt in der kalten, dunklen Jahreszeit von Martini bis Lichtmess eine bedeutsame Rolle. Den vielfältigen Formen und Verwendungen von Licht und Feuer geht diese Ausstellung nach. Sie beginnt nicht ohne Grund am Martinitag und endet zu Maria Lichtmess.
Welche Möglichkeiten gibt es, Feuer (und damit auch Licht) zu machen? „Brandstifter“ wie Feuerstein, Zunder, Schwefelhölzer und schliesslich das Feuerzeug werden in der Ausstellung gezeigt, „Feuer und Flamme“ sind dann die unterschiedlichsten Lichtträger vom keltischen Kienspan über die Petroleumlampe bis zur modernen Glühbirne. Das Erlebnis der Dunkelheit in den Wohnungen und bei der Arbeit in früheren Zeiten kann jeder Ausstellungsbesucher in der heute noch erhaltenen Pfründnerzelle des historischen Bürgerspitals, in dem das Spielzeugmuseum untergebracht ist, nachfühlen. Das Herdfeuer - seit Jahrtausenden Symbol für die Urbedürfnisse des Menschen nach Wärme, Nahrung und Geborgenheit - wird als „Welt im Kleinen“ in unseren schönen alten Puppenküchen gezeigt. Und natürlich dürfen Geschichten rund um das Feuer - als Gefahr, als Mutprobe und als Wärmespender - nicht fehlen: wer kennt nicht das unvorsichtige „Paulinchen“ aus dem Struwwelpeter oder das „Kleine Mädchen mit den Schwefelhölzern“ von Hans Christian Andersen und hat als Kind mit diesen Figuren mitgelebt und -gelitten.
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| Nachtlicht mit Lithophanien, 1. Hälfte des 19. Jhs.
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Rund um die Ausstellung
gibt es ein vielfältiges Begleitprogramm mit Vorträgen und
Museumsgesprächen „Über das Licht“, Werkstätten für Groß und
Klein zum Laternenbasteln und Kerzengiessen, einer
Feuerwehrübung im Hof des Bürgerspitals und schliesslich einem
„Luzia-Tag“, der am 13. Dezember gemeinsam mit dem ORF
Salzburg und zugunsten der Aktion „Licht ins Dunkel“
stattfinden wird - mit Kasperltheater, Keksbuffet, Lese- und
Singstunden und noch vielen weiteren Überraschungen für alle
Besucher.
Dr. Renate Wonisch-Langenfelder
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